Film-Kritik: F9 (2021)

 28. September 2026 •  Ekkart •  Fast and Furious, Helen Mirren, Jason Statham, John Cena, Kritik, Vin Diesel •  Kino, Kritik •  IMDB •  7
 angesehen am 16. September 2026
 Fazit: Unverschämt, dreist, konnte gut unterhalten.

F9 – ich bin fast auf dem Stand der Fast-Reihe. Der neunte Teil. Es gab so viele schlechte vorher. Und dann Hobbs & Shaw, einen Film, der Spaß machte und der dabei so unglaublich unrealistisch war.

Daran knüpft F9 an.

As long as we obey the laws of physics, we’ll be fine.

Von Anfang an wird klargemacht: wer an den ersten 20 Minuten keinen Spaß hat bzw. gezielt sein Hirn ausschalten kann, für den ist der Film nix. Ungläubiges Staunen. Über die Dreistigkeit, mit der die Macher jeden Einfall umsetzen, den sie haben. Egal, was Logik, Physik, Menschenverstand etc. sagen.

Ein Bruder von Dom taucht auf (Jakob, John Cena). Und wir sehen, wie ihr Vater stirbt. Mia gab es da wohl noch nicht. Dom schlägt den Unfallverursacher fast tot, Gefängnis.

Cut zu Dom in der Jetztzeit mit kleinem Kind. Mr. Nobody und ein Artefakt müssen nach einem Flugzeugabsturz gerettet werden, also müssen Dom und Letty ran. Kleines Kind kann weggegeben werden.

Auf zur Absturzstelle in Zentralamerika (Montequinto, ausgedachtes Land) mit Motorrad, Jeep und Panzer.
Dort dampft und brennt die Absturzstelle noch!
Sie finden das Artefakt, da tauchen eine Privatarmee auf, die sie jagt.
Mit Autos mit montierten Maschinengewehren und Hubschraubern mit Maschinengewehren und Raketen!
Durch ein Minenfeld!
Minen, die erst bei den Gegnern hochgehen!
Mit Maschinengewehren (die nie treffen)!
Ein Panzer der vertikal zwischen zwei Felden eingeklemmt wird!
Sie werden von Jakob eingeholt, der besser fährt als alle anderen.
Ein Auto flüchtet über eine einstürzende Hängebrücke, während sie einstürzt!
Das andere Auto springt in die Luft, trifft das übrige Seil der Hängebrücke und schwingt sich daran auf die andere Seite, landet dort unbeschwert und fröhlich!

W?
T?
F?

Ich wusste ja nicht, dass das der realistische Teil des Films war.

Wir erhalten noch: Charlize Theron in einem Glasgefängnis. Verfolgungsjagd mit John Cena über die Dächer von Edinburgh. Ein Raketenantrieb auf einem Auto in Köln, bei dem durch Zünden der Rakete die Räder durchdrehen. Helen Mirren.

Einen Magneten der durch an- und abschalten Metall anziehen und abstoßen kann.

Alte Figuren des Films, die nicht nur nicht tot sind, sondern Töchter haben. Die gefunden werden, indem Mia und Letty in Tokio zufällig genau dort Ramen essen, wo man einen Blick auf eine Mexikofahne im Fenster hat, hinter dem die gesuchte Wohnung ist, der Hinweis auf Mexiko ist eine Ansichtskarte von vor ein paar Jahren mit Mexiko drauf. Mia und Letty sind übrigens nach Tokio geflogen, um ein Büro zu durchsuchen, haben dort zwei(!) Schubladen aufgezogen und festgestellt, dass nichts zu finden ist.

Dom will Letty retten, indem er sie im Fluchtweg hinter einer Tür aussperrt und die Bösen aufhält. Letty flüchtet nicht, sondern wartet, bis Dom “überwältigt” wurde. Argh.

Jakob wird von jeder Schuld freigesprochen.

Eine ellenlange Verfolgungsjagd mit einem mehrcontainerigen Auto durch Tiflis. Bei der mit dem Magneten je nach Bedarf ganze Autos angezogen und abgestoßen werden. Lange 15 Minuten. Von denen die letzten Minuten das tonnenschwere Auto kilometerweit auf dem Rücken fährt. Man muss es gesehen haben.

Genau wie das Raketenauto aus Köln, mit dem Tej und Roman einen Satelliten zerstören und dann bei der ISS trampen!

Wie gesagt: entweder man lässt sich drauf ein oder nicht. Ich kann mir da nix anderes vorstellen, das ist einfach zu unverschämt. Ich dachte, die fliegende Autokette in Hobbs & Shaw wäre der Gipfel der Dreistigkeit.

Neben der Action ist ein weiterer Pluspunkt, dass kaum geredet wird. Reden ist für die Pausen zwischen der Action da, Familie etc. Aber es tut nicht weh.

Weitere Beobachtung: Es ist erstaunlich, dass auch nach so vielen Jahren kaum jemand schauspielert von unseren Hauptfiguren. Dabei kann Vin Diesel schauspielern, will das aber in den Fast-Filmen nicht zeigen.

Think about this. We’ve now been on insane missions around the world, doing what most would say is damn near impossible. And I ain’t got one single scar to show for it? I mean, look at my jacket. Those are bullet holes from fourteen dudes trying to take my head clean off its shoulders. We’ve taken out cars, trains, tanks. I’m not going to even mention the submarine.

Just to clarify, are you two maybe suggesting that we’re what, invincible?

Maybe?


 Fazit: Unverschämt, dreist, konnte gut unterhalten.