Film-Kritik: Detektiv Conan – Fallen Angel of the Highway (2026)

 6. September 2026 •  Ekkart •  Detektiv Conan, Kritik •  Kino, Kritik •  IMDB •  10
 angesehen am 25. August 2026
 Fazit: Genau so: Over the Top im guten Sinn, Frauen regeln das, Conan darf ermitteln und alles rauskriegen. Motorräder!

Detektiv Conan – Fallen Angel of the Highway (名探偵コナン ハイウェイの堕天使, Meitantei Konan haiwei no datenshi) – der neunundzwanzigste Conan-Kinofilm. So frisch, dass der deutsche Titel noch nicht feststeht, mal sehen, ob es “Der gefallene Engel der Autobahn” wird 😄

Die Detective Boys sind mit Ai und Professor Agasa nachts unterwegs, um Sterne und Sternschnuppen zu beobachten. Was sie zu sehen bekommen, ist ein schwarzes Motorrad mit einem Fahrer, der keinen Kopf hat.

Vorspann.

Yokohama, Motorradfestival.

Auf dem Weg dahin verfolgt das schwarze Motorrad, diesmal mit Fahrer:in, ein anderes; Conan, Ran und Sonoko werden auf der Autobahn von beiden überholt. Das ruft Chihaya Hagiwara auf den Plan, die coolste Motorradpolizistin der Stadt. Sie verfolgt das schwarze Motorrad mit einem logik- und physikgrenzenüberschreitenden Stunt – das ist soooo gut.

Dennoch wird das vom schwarzen Motorrad verfolgte in einen Unfall gedrängt, Chihaya kann nicht viel machen. Sera versucht, auf ihrem Motorrad ebenfalls zu helfen.

Der Ton ist gesetzt: Motorräder satt, Stunts ohne Ende, schnelle Verfolgungsjagden mit viel Bumm. Von dem Verfolgungen gibt es noch drei. Von den unnötigen Stunts noch viel mehr, eine der besten Szenen gleich am Anfang, als Chihaya bei einer Vorführung ihren Chef alt aussehen lässt. Das ist gut gezeichnet, gut umgesetzt, sinnlos aber cool.

Motorradfahren halt.

Ein neues Motorrad mit Assistenzsystem wird auf der Messe vorgestellt. Es gibt Motorräder satt zu sehen. Ein alter Fall von Unfall mit Todesfolge durch Chihayas ehemalige Kollegin Asagi wird erzählt, ebenso viel Hintergrundgeschichte der Figuren.

Der Fall entwickelt sich: viele Leute werden abgedrängt. Das schwarze Motorrad, das “Luzifer” getauft wurde, fordert weitere Opfer. Geheime Untergrundrennen. Die Detective Boys geraten in Gefahr.

Alles schnell inszeniert, gut erzählt, kein Leerlauf. Conan darf zwischen der Action ermitteln und tut das gewohnt gut. Ran darf ihre Kampfkünste anwenden und überhaupt haben die Frauen was drauf.

Der Film kulminiert in Bombendrohungen, Bombenentschärfung auf einem Motorrad, Verfolgung eines Hubschraubers mit Motorrad, Durchtrennen der Bay-Bridge-Kabel mit dem Hubschrauber, Fallschirm. Wahrscheinlich hab ich noch was vergessen.

Natürlich vergessen wir nicht die Conan-typische Romantik.

Hach – so soll ein Conan sein. Handlung ist so abgefahren, dass nur eine sehr dünne Logik die Figuren zusammenhält. Aber Conan kommt auch darauf. Action gibt es in ausreichendem Maß, nicht realistisch aber gut. Die Frauen dürfen im Film was tun und nehmen den Männern die Butter vom Brot. Das ist mal eine Entwicklung. Motorräder.

Gibt es Kritikpunkte?

Klar: die Motorräder sind zu langsam.

Zwischendurch gibt es mal Szenen, in denen ein wenig zu erahnen ist, wie schnell Motorräder sein können. Wenn Luzifer und Chihaya sich ein Rennen liefern, sieht das schon gut aus. Aber wenn danach 140 km/h als sehr schnell gilt – das schaff ich mit der Transalp. In Japan wird die Hayabusa hergestellt, 312 km/h Spitze, 0 auf 100/200/300 in 2,7/7,3/13,1 Sekunden…

Sonst gibt es nichts zu kritisieren.


 Fazit: Genau so: Over the Top im guten Sinn, Frauen regeln das, Conan darf ermitteln und alles rauskriegen. Motorräder!