Detektiv Conan – Der tickende Wolkenkratzer (名探偵コナン 時計じかけの摩天楼, Meitantei Konan: Tokei Jikake no Matenrō) – der erste der Conan-Kinofilme.
Ich kenne Detektiv Conan schon lange, bin aber mit der Fernsehserie nie warm geworden. Irgendwie fand ich das mit der Fliege albern. Die Mangas hab ich gar nicht erst probiert. Zugang hab ich erst durch die Filme gefunden, die eigenständige Geschichten aus dem Conan-Universum erzählen.
Der erste ist der tickende Wolkenkratzer, wir beginnen damit, dass Conan einen verzwickten Fall löst und über den schlafenden Kogorō löst. Dann der Vorspann: grandios. Bis auf im Vorspann werden die Figuren nicht erklärt oder eingeführt: angenehm, man fuchst sich da schon schnell rein.
Der Hauptfall ist eine Serie von Bombenanschlägen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Der Bombenleger telefoniert mit Conan als Shin’ichi, mit dem er noch eine Rechnung offen zu haben scheint. Das Ganze wird in typischer Conan-Film-Manier erzählt: alle Leute werden vorgestellt, es gibt Action satt, Conan löst dauernd kleine und große Rätsel.
Conan trickst den Täter ein ums andere Mal aus, kommt ihm auf die Schliche, er kann festgenommen werden. Er hat es jedoch geschafft, einen letzten Sprengsatz zu plazieren, der Ran umbringen wird. Etliche mühselige Herz-Schmerz-Szenen zwischen Ran und Conan später, in letzter Sekunde, darf es doch noch ein Happy-End geben.
Bereits der erste Film hat alles, was die Conan-Filme ausmacht: zum Beispiel die oben schon angesprochene Action. Sehr unrealistisch, trotzdem gut gemacht. Sehr gute Animation, die die Dynamik rüberbringt und mit der Zeit immer besser wird. Einen sehr verwickelten Fall, dessen Auflösung so abstrus ist, dass man den Schöpfern zu ihrer Dreistigkeit gratulieren will.
Conan, eine Figur, die alles weiß, alles kann, mit niemandem redet und alle Fälle nur alleine löst, weil sie schlauer ist als der Rest der Welt. Das ist oft nervig, gehört aber zum Reiz der Serie dazu.
Ran, eine Figur, der man zurufen möchte: Du bist doch eine coole, selbstbewusste Frau, warum trauen Dir die Serienschreiber so gar nix zu? Argh.
Kogorō Mōri, der einfach eine coole Figur ist. In seinen besten Momenten durchaus ein guter Detektiv, oft aber einfach nur ein Trottel. Gerade die Interaktion mit Conan hat ihre Momente, die Sauferei und der unangenehme Umgang mit Frauen – das soll lustig sein, ist anstrengend.
Die Detective Boys, Ai, Professor Agasa mit einem unlösbaren Rätsel (außer für Ai und Conan), Kommissar Megure, all die ganzen Nebenfiguren, die alle ihre Auftritte bekommen.
Der Vorspann.
Und nicht zu Vergessen: die ewige Romanze zwischen Ran und Shin’ichi, die für mich so gar nicht funktioniert, weil Ran eigentlich cool ist. Und weil die Art, wie Conan sie behandelt, nicht in Ordnung ist, wenn wir es freundlich ausdrücken. Aber sie ist Teil des Universums, muss ich durch.
Mit anderthalb Stunden ist der Film kompakt, er erzählt seine Geschichte ohne Schnörkel. Das ist angenehm, denn die Zeit ist vollgepackt, keine Langeweile, gute Unterhaltung.
Fazit: Sehr guter Einstieg von Detektiv Conan in die Filmwelt: unterhaltsam, conantypisch gut.