Film-Kritik: Detektiv Conan – Das 14. Ziel (1998)

 13. August 2026 •  Ekkart •  Detektiv Conan, Kritik •  Kino, Kritik •  IMDB •  8
 angesehen am 4. August 2026
 Fazit: Sehr gute Fortsetzung, wir lernen Rans Mutter kennen.

Detektiv Conan – Das 14. Ziel (名探偵コナン 14番目の標的, Meitantei Konan: Jūyon-banme no Tāgetto) – der zweite der Conan-Kinofilme, neuer Film, verworrener Fall.

Leute, die in guter Beziehung zu Kogorō Mōri stehen, werden überfallen und verletzt. Darunter auch Eri Kisaki, Rans Mutter, Ex-Frau von Kogorō, die in Träumen von Ran erschossen wird.

Verdächtigt wird ein Kartenspieler, denn alle Angegriffenen können mit ihren Namen mit Spielkarten in Verbindung gebracht werden. Also ist die Liste der potentiellen Opfer schon einmal eingegrenzt, der Hauptverdächtige auch. Immerhin hat er bei seiner Festnahme Eri als Geisel genommen, die daraufhin von Kogorō angeschossen wurde, bei dem Versuch, sie zu retten. Das führte dazu, dass Eri ihn verließ und Kogorō bei der Polizei aufhörte. Und zu den Träumen von Ran, wie sich herausstellt.

Die Anschlagsserie wird unterdessen zur Mordserie, denn nicht jede:r überlebt hier. Showdown in einem bondesken Wasserpalast mit Unterwassersaal, in und auf dem alles kulminiert.

Conan findet heraus, wer der Täter war, wie auch im ersten Film ist das Motiv lächerlich. Aber das tut nix zur Sache, aufgeklärt ist aufgeklärt. Und einfache, nachvollziehbare Motive – das wäre nicht Conan.

Im Showdown auf dem explodierenden Palast muss dann auch Shin’ichi auf Ran schießen und beiden wird klar, warum Kogorō damals auf Eri schoss: um sie zu verletzen und damit als Geisel unbrauchbar zu machen. Das war auch nicht der Grund für die Trennung. Die wurde durch Kogorōs harsche Kritik an den Kochfähigkeiten von Eri ausgelöst.

Ende gut, alles gut.

Das Universum wurde behutsam erweitert, den Fall kriegt man als Laie sowieso nicht gelöst. Interessant sind die hier besonders im Vordergrund stehenden Rätsel aus den japanischen Alphabeten, die Gosho Aoyama so liebt. Leider kann ich die wahrlich nicht nachvollziehen, dafür ist das zu kompliziert. Wird aber immer brav mit visuellen Hilfsmitteln erklärt.

Auch dieser Film ist knackig erzählt, es ist schnell klar, dass der Verdächtige es nicht gewesen sein kann. Aber wer es war, wird bis zur Auflösung gut versteckt.

Die Animation ist sehr gelungen, wird langsam immer besser. Der Vorspann ist noch der Gleiche wie beim letzten Film, die angepassten Vorspänne kommen noch. Lauflänge ist mit anderthalb Stunden wieder im guten Bereich.

Wermutstropfen: Ran ist mal wieder hilflos. Sehr hilflos. Ganz schlimme Damsel-in-Distress, trotz ihrer bereits betonten und dokumentierten Fähigkeiten.

Romantik: “Kuss” zwischen Ran und Conan.


 Fazit: Sehr gute Fortsetzung, wir lernen Rans Mutter kennen.