Die Animemesse ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Kalenders, immer im Juli trifft sich die animeliebende Welt im Filmpark Babelsberg. Der bietet die ideale Kulisse für die Messe, die Jahr für Jahr liebevoll und sehr gut organisiert wird. Jedes Jahr ist etwas verbessert gegenüber dem Vorjahr.
Man kann in Ruhe über das Gelände schlendern, sich am Cosplay erfreuen. Wer mag, kann auch Essen ausprobieren, Sandmannausstellung und Westernshow ansehen. Zwei große Bereiche sind für’s Einkaufen vorgesehen, sehr interessant.
Dieses Jahr meinte es das Wetter auch besonders gut mit uns: nicht zu warm, nicht zu kalt.
Highlight für uns sind die Auftritte diverser Bands und Idolgruppen, wir sahen schon FateGear, KOIAI, DEMO und dieses Jahr ISCREAM NEVER GROUND ING.
Eine uns unbekannte Band, gespannt, was geboten wird, es soll athletisch werden.
Vier ständige Mitglieder (color-coded): Bass (gelb), zwei Sänger (rot und blau), Gitarristin (pink), dazu ein Schlagzeuger. Als wir im Vulkan eintrafen, wurde gerade die Bühne präpariert: Schlagzeug eingeschlagen, Gitarre gerichtet, Podest für die Sänger auf Tritt- und Rutschfestigkeit geprüft.
Dann kurze Einleitung seitens des Moderators (mit viel Schreien), Band auf die Bühne, Growl, Schrei, Musik. Richtig viel Energie, eine Mischung aus Punk, Rock, Metal, alles, was schnell und lustig ist. Dazu ein sehr begeisterungsfähiges Publikum mit Moshpit und Wall of Death von 20 Leuten.
Es war einfach sehr, sehr gut, weil spaßig und schnell. Dazu tatsächlich athletisch mit Choreos und viel Körpereinsatz. Außerhalb der Bühne auch: ein Sänger ging ins Moshpit, der andere ließ sich auf Händen tragen.
Die Zwischenansagen waren auf Englisch aufgeschrieben und vorgelesen oder auf Deutsch aufgenommen und abgespielt. Beides ok, da die deutsche Fassung schön ungeniert das Merch anpries, insbesondere die (überteuerten) T-Shirts.
Nix erwartet, sehr viel bekommen, sehr zufrieden.
Dann sahen wir noch Teile von Kota Shonzatos Auftritt – sehr gute Stimme, sehr charismatisch. Und Cellotic Soundtrack Ensemble – konnte uns wider Erwarten nicht so mitreißen.
Dieses Jahr etwas weniger konsumiert und etwas konservativer gegessen, mal sehen, wen die Macher:innen nächstes Jahr anbieten.
Fazit: Messe gewohnt gut, ING eine sehr gute Neuentdeckung.