Kritik: Live – Lovebites im Flex, Wien

 31. Juli 2026 •  Ekkart •  Frauenband, Japan, Kritik, Live, Lovebites, Metal, Musik •  Kritik, Live
 angesehen am 22. Juli 2026
 Fazit: Erwartungen übertroffen, extrem gut, jederzeit wieder.

Lovebites, seit Jahren bewundert, bisher nie die Gelegenheit gehabt. Da wir nicht so die Festivalgänger sind, haben wir uns Wien rausgesucht von der Outstanding Tour – EU/UK.

Zunächst einmal: Wien ist schon eine sehr schöne Stadt. Man sieht an einem Tag so viel, dass man es gar nicht verarbeiten kann und da sind noch mehrere Tage weitere Sehenswürdigkeiten drin. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter – nicht zu warm, nicht zu kalt. Aber die Wienerinnen – da ist Berlin höflich und freundlich dagegen.

Das Flex ist ein kleiner Club am Donaukanal, sehr gut mit U-Bahn und Straßenbahn erreichbar. Das Tagesticket ÖPNV ist mit 10,20 € auch ok. Am Flex angekommen gut organisierter Einlass, im Flex ist die Bühne etwas höher, dennoch nicht für alle sichtbar. Wäre schon schön, wenn das Clubs in den Griff bekommen würden: Bühne höher, mehr Treppen, irgendwas in der Richtung.

Der Merchstand war schwierig: eine Person, nicht die Schnellste. Keine Patches, leider. Und das Publikum – direkt vor Leute stellen (20 cm Abstand) in einem recht leeren Club, ist anscheinend noch ein Ding. Vor allem, wenn man nicht klein und dünn ist. Unangenehm.

Und dann:

We are Lovebites. And we play Heavy Metal.

Schrammel…

Lovebites sind eine sehr harte, sehr gute Band. Fünf Frauen, die an ihrem jeweiligen Instrument extrem gut sind:

  • Midori (Gitarre)
  • Fami (Bass)
  • Asami (Gesang)
  • Haruna (Trommel)
  • Miyako (Gitarre & Keyboard)

Und eine Band, die sich darauf geeinigt hat, dass Balladen nicht unbedingt langsam sein müssen. Siehe “We Are The Resurrection” unten, eine halbe Minute langsam, dann reicht es aber auch.

Elf Lieder durchgespielt, dabei eine Energie verströmt. Asami sowieso, das hatte ich erwartet. Aber dass Fami die ganze Zeit durchlacht und Stimmung macht, cool. Midori ist auch immer fröhlich, Miyako guckt ernst, freut sich innerlich. Und Haruna ist an den Trommeln nicht so sehr beschäftigt, dass sie nicht öfter mal die Sticks wirbeln könnte.

Beeindruckend.

Was ich meine: einfach unten in “Stand And Deliver” reinschauen. Oder bei “Holy War” (im Video noch mit Miho am Bass). So geht das ein ganzes Konzert lang. Die Geschwindigkeit, es ist eine Freude.

Kurze Pause, zwei Zugaben. Zufriedene Gäste, hoffentlich zufriedene Band. Draußen noch ein kurzes Fotoshooting, das ich leider verpasst hatte.

Einziges Manko: nur ca. 150 Leute, das ist schade.


 Fazit: Erwartungen übertroffen, extrem gut, jederzeit wieder.