The Gentleman (Ya No Quedan Junglas) – Rache-“Action” mit Ron Perlman.
Wenn die Aussage des Films nicht wäre, dass Leute umbringen auf jeden Fall ok ist, wenn einen “guten” Grund hat, wäre es eine 6 geworden.
Perlman spielt Theo, der die junge Sexarbeiterin Olga donnerstags nur engagiert, weil sie ihn an seine Frau erinnert. Will auch gar keinen Sex, sondern nur reden und den Abend verbringen. Klar.
Perlman übrigens in alt, sehr alt. Wir müssen ihn öfter nackt sehen.
Dann wird Olga ermordet, die Polizei macht nix, weil Sexarbeiterin und Verdächtiger reich. Nur, dass die Polizei doch was macht, denn die Polizistin will sich drum kümmern. Sie trinkt und hat Eheprobleme, weil ihr Mann sie verlassen hat. Sie hat einen Partner, der das mit Sorge sieht.
Der Böse ist der Anwalt, der regelmäßig Sexarbeiterinnen tötet, das ist kein Geheimnis. Die Frage ist nur, wird Perlman einen Rachefeldzug starten, wird er blutig und für uns erlösend.
Er startet, allerdings, sehr, sehr langsam mit sehr sehr albernen Verkleidungen. Die Bösen sind sehr, sehr dumm. Er wird blutig. Und sehr persönlich.
Unterdessen kriegt die Polizei schnell raus, wer die Leute umbringt. Ist jetzt auch nicht schwierig. Perlman ist nicht subtil oder clever. Fasst Perlman sogar und die Polizistin lässt ihn aus fadenscheinigen Gründen wieder laufen, damit er seine Rache vollenden kann.
Der Partner deckt sie dabei.
Dann sind alle Bösen tot, es kommt raus, dass die Polizistin ihren Mann einfach umgebracht hat, weil er sie verlassen hat. Das Geständnis löscht ihr Partner, keine Ahnung, warum.
Auftritt der Oberbösen, die Perlman natürlich auch noch auslöschen muss.
Dafür kommt Perlman ins Gefängnis, fühlt sich dort aber wohl und bringt alle Insassen, die er für böse hält, um. Das findet der Film gut, weil ist so. Der Rachefeldzug ist also nicht erlösend.
Boah, die erste Hälfte ist zäh, aber man gewöhnt sich dran. Der erste Rachemord ist durchaus interessant.
Danach wird immer deutlicher, dass Mord ganz ernsthaft gerechtfertigt sein kann. Ganz schlimme Aussage.
Filmtechnisch zu langsam, ordentlich gefilmt, aber riesige Lücken im Drehbuch. Und die Art, wie der behäbige Perlman die Bösen drankriegt, Schwamm drüber, einfach nur albern. Es gibt einige skurrile Nebenfiguren, schauspielerisch wird sehr oft chargiert, was das Zeug hält.
Fazit: Langsam, unglaubwürdig, ganz miese Aussage. Schade um die Zeit.